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In keiner Sache könnten die Angaben so unterschiedlicher sein als beim Folienverband. Der eine Tätowierer sagt, dass der Verband nach zwei bis drei Stunden wieder entfernt werden kann, ein anderer wiederum sagt erst nach 6 Stunden, wieder ein anderer meint das es besser wäre die Folie erst am nächsten Tag zu entfernen. Sicher ist jedoch, dass die Folie nach einer bestimmten Zeit runter muss, wenn, dann spätestens am nächsten Morgen. Eine Keimbildung oder auch Pilzvermehrung unter der Folie ist eigentlich ausgeschlossen, denn der Tätowierer muss hygienisch sauber arbeitet, d.h., dass er die Hautstelle erstmal reinigen muss und hinterher erst einen Folienverband anlegen darf. Nachdem das Tattoo fertig ist, und Kunde und Tätowierer zufrieden sind, kommt es zur Pflege. Der Tätowierer reinigt dann zum letzten Mal die tätowierte Hautfläche von Blut- und Farbresten sowie austretender Lymphflüssigkeit. Diese Hautstelle wird hinterher mit einem Folienverband bedeckt. Auch die Vorgehensweise wie man das frisch gestochene Tattoo behandelt, um eine gute Qualität beibehalten zu können, muss der Tätowierer erklären. Weitere Fragen zum Verbleib des Folienverbandes oder auch die Wahl der Creme werden gerne beantwortet.
Bei sogenannten feuchten oder geschlossenen Wundheilungen, sollte der Kunde weiterhin einen Folienverband anlegen. Dies erfolgt dann, wenn die Person körperlich schwere Tätigkeiten vollbringt, sich in einem staubigen oder auch schmutzigen Umfeld aufhält. Beispielsweise sind Ellenbogen, Leiste und Fußknöchel starken Belastungen ausgesetzt, wie auch die Reibung durch Kleidung. Bei dieser Nachbehandlung durch den Kunden selbst, muss man sich im Klaren sein, dass sich unter der Folie ein Biotop an Krankheitserregern bilden kann. Das wechseln der Folie muss zwei bis drei Mal am Tag erfolgen und das in einem sauberen Umfeld. Beim Wechseln, müssen die Folie und auch das Heftpflaster sofort auf die Haut und darf vorher nicht irgendwo abgelegt werden. Die Aufgaben eines Folienverbandes sind unterschiedlich. Zum einem schützt er die Haut vor Verunreinigungen aus der Luft und auch der Kleidung. . Zum anderen verhindert die Folie das Austreten von Hautsekreten und das Verkleben mit der getragenen Kleidung. Deshalb soll das Tattoo sauber gehalten werden, da es in den ersten Stunden nach dem Tätowieren zum verstärktem Austritt von Wundflüssigkeit, Farbe und möglicherweise etwas Blut kommen kann
Einige finden es besser, wenn die Wunde an der Luft heilt. Dagegen ist nichts auszusetzen, denn bei einer funktionierenden Wundheilung verschließt die Haut die Wunde schneller und Schmutzstoffe können somit nicht eindringen. Bevor man das Tattoo reinigt sollte man ich erstmal die Hände waschen. Davor sollte man es nicht anfassen. Um das Tattoo zu säubern sollte man lauwarmes Wasser über die Hautstelle fließen lassen. Natürlich kann man mit einem weichen Waschlappen langsam über das Tattoo tupfen, auf keinen Fall aber darf man über die Stelle reiben. Beim Benutzen einer Seife sollte diese parfümfrei und ph-neutral sein. Für das Trocknen der Haut eignet sich Küchenrolle oder ähnliches. Hierbei sollte nur getupft werden, wenn man jedoch Zeit hat sollte man sich die Wundheilungscreme dünn auftragen, denn an der Luft trocknet ein Tattoo auch und schaden tut es auch nicht. Wenn die Umstände es nicht zulassen ein Tattoo zu reinigen, sollte man es sein lassen, jedoch sollte man die Cremereste bei der nächstmöglichen Gelegenheit abwaschen, denn diese bilden einen guten Nährboden für Bakterien.
Je nach Hauttyp und auch Empfehlung des Tätowierers, sollte man nach dem zweiten oder auch dritten Tag mit dem eincremen des Tattoos beginnen. Wichtig hierbei ist, dass die Creme dünn aufgetragen werden sollte, damit sie schneller von der Haut aufgenommen werden kann. Die Gefahr nach der Tätowierung ist, dass sich eine Kruste bildet, die abgerubbelt wird. Bei einer Festigkeit der Creme, kann man sie entweder anwärmen oder ein paar Cremetupfer auf die Haut auftragen und etwas warten, denn diese wird von der Körperwärme flüssiger. In den ersten zwei Wochen sollte die Creme zwei bis drei Mal am Tag aufgetragen werden, je nach Spannungsgefühl kann das eincremen verringert werden oder man kann auch ganz aufhören. Sollte es nach ein paar Tagen anfangen zu jucken ist das ein gutes Zeichen, denn dies bedeutet, dass die Haut heilt. Viele neigen dazu, das Cremetübchen zu öffnen, was man hinsichtlich des Juckens nicht tun sollte. Hierbei sollte man sich dem Jucken stellen und mal auf anderen Gedanken kommen und dich nicht auf das Jucken konzentrieren. Etwas kühles, wie z. B. ein Löffel oder auch die sauber gewaschene Hand, können helfen. Je nach Typ Mensch kann dies helfen oder auch nicht. In der Nacht hat man zwar keine Kontrolle über die Liegeposition, jedoch sollte man es in den ersten ein bis zwei Nächten vermeiden, auf dem frisch tätowierten Tattoo zu liegen. Durch das starke Nässen des Tattoos, kann das Bettlaken oder auch der Schlafanzug an der Haut kleben bleiben. Um dies zu vermeiden, kann man sich entweder einen Folienverband anlegen oder man zieht sich Kleidung aus Baumwolle an. Mit dieser stellt man sich am nächsten Morgen unter die Dusche, nachdem alles aufgeweicht ist, kann man die Sachen vorsichtig aussziehen. Duschen ist in den ersten vier Wochen angesagt, Vollbäder sind somit tabu. Beim Duschen sollte eine p-h neutrale Seife benutzt werden, die das bisher verwendete Duschgel ersetzt. Hierbei erspart man sich akrobatische Verrenkungen, um kein Seifenwasser auf das Tattoo fließen zu lassen. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass der Wasserstrahl nicht direkt auf das Tattoo zielt, sondern über die Hautstelle fließt. Es kann sein, dass sich nach ein paar Tagen kleine Krümel auf dem Tattoo gebildet haben. Das ist jedoch ganz normal, denn dies ist eine Mischung aus abgestorbenen Hautzellen und Farbresten. Um das Eincremen zu erleichtern, sollte man sich die Krümel vorher vorsichtig abwaschen. Sparsam und auch dünn eincremen sollte man die Haut auch, wenn sich auf einer frischen Tätowierung Schorf gebildet hat. Einige haben hierbei eine gleichmäßige Schicht über dem Tattoo. Andere hingegen haben kleinere Knubbelchen, die auch stärker jucken. Als Silberhaut bezeichnet man den weißen Belag der sich beim Heilungsprozess auf der Tätowierung bildet. Dies tritt häufiger bei schwarzen Outlines und Tribals auf, der weiße Belag lässt die Tattoos gräulich, blass aussehen. Hierbei handelt es sich um Hautzellen der Epidermis, die sich von unten nach oben auf die Tätowierung legen. Nach dieser Phase ist die Farbintensität schwächer als vorher. Einen medizinischen Ratschlag für eine Entzündung, die selten vorkommt, haben wir nicht. Jedoch könnt ihr während des Tätowierprozesses darauf achten, ob hygienisch gearbeitet wird. Erkennen kann man dies z. B. daran ob der Tätowierer frische Nadeln aus der Verpackung verwendet, ob er Handschuhe trägt, ob er zwischendurch nicht immer etwas anderes angefasst und ob die Arbeitsflächen sauber sind. Bei einer Entzündung sollte man nicht in Panik geraten, sondern zum Tätowierer gehen und ihn noch mal drüberschauen lassen. Im schlimmsten Fall sollte man einen Arzt aufsuchen und ihm die Entzündung zeigen. Auf keinen Fall sollte man das Tattoo noch dicker und häufiger eincremen. Man sollte auch in Betracht ziehen, dass die Hauf auf die Inhaltsstoffe des Pflegeproduktes allergisch reagieren kann. Die Pflege eines Tattoos sollte ernst genommen werden, hierbei sollte das Tattoo immer sauber sein. Besser ist es etwas Zeit zu investieren, um lange Freude an seinem Tattoo und den evtl. folgenden, zu haben.
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